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AKTUELLE PRESSEARTIKEL


Neue Presse, 9.Juni 2017

Zöwie baut neues Logistikzentrum

von Christoph Scheppe


Neustadt/C . - Die Vorarbeiten sind erledigt, jetzt geht's ans Eingemachte: Weil die vorhandenen Kapazitäten längst
erschöpft sind, errichtet das Familienunternehmen Zöwie am Stammsitz im Neustadter Industriegebiet ein neues
Logistikzentrum. In die Erweiterung und für die Anschaffung neuer Verarbeitungsmaschinen investiert der Hersteller von
Geschenkpapier und Geschenktaschen in diesem Jahr 2,5 Millionen Euro, informierte Geschäftsführer Jürgen Popp am
Donnerstag. Mit Oberbürgermeister Frank Rebhan und Vertretern der Firma Angermüller gab er den offiziellen Startschuss.

Die Firma Angermüller baut bereits zum vierten Mal für den Kunden Zöwie/Pro Paper.



"Spatenstich" mit dem Bagger: Am Donnerstag haben Zöwie-Geschäftsführer Jürgen Popp (Zweiter von rechts) und Oberbürgermeister Frank Rebhan (rechts) den Startschuss für das neue Logistikzentrum gegeben.
Das Foto zeigt zudem Polier Sebastian Müller sowie Maximilian und Stefan Schultheiß (von links) vom Bauunternehmen Angermüller. Fotos: Christoph Scheppe


"Wir gehen davon aus, das neue Warenlager zum Jahresende in Betrieb nehmen zu können", hoffte Popp auf einen planmäßigen Verlauf der Arbeiten. Die Halle ist rund 2500 Quadratmeter groß und bietet 5000 zusätzliche Lagerstellplätze, deren Anzahl sich damit auf rund 30 000 erhöht. Insgesamt verfügt Zöwie in der Röntgenstraße über ein 30 000 Quadratmeter großes Areal, das nach Abschluss der aktuellen Maßnahme größtenteils bebaut ist.

Neben Neustadt hat das Unternehmen in Föritz (Landkreis Sonneberg) einen weiteren Produktionsstandort (siehe Infobox ). "Die Expansion erfolgt an unserem Stammsitz, weil hier bereits alle zentralen Geschäftsfelder gebündelt sind", erläuterte der Geschäftsführer. Insgesamt hat Zöwie nach eigenen Angaben 180 Mitarbeiter, von denen die meisten in Neustadt beschäftigt sind.


Geschenkpapier am laufenden Band: Andreas Ender überwacht den Druckprozess an einer Hochleistungsmaschine.

Handelspartner in weltweit 60 Ländern

Zöwie wurde 1943 von Franz Zöllner-Wiethoff in Oberlauter gegründet. Das Familienunternehmen war ursprünglich ein Hersteller von Haushaltspapieren.

Nach dem Fabrikbau 1950 in Oberlauter wurde die Produktion im Jahre 1959 auf die Herstellung von Geschenkpapier erweitert.

Ständige Innovationen und Investitionen stehen für den Expansionskurs des Unternehmens, das in dritter Generation von Jürgen und Ute Popp geführt wird.

1991 erfolgte der Umzug der Zöllner-Wiethoff GmbH in das neu gebaute Werksgelände in der Röntgenstraße im Industriegebiet von Neustadt/C.

Acht Jahre später wurde "Pro-Paper-Art" ins Leben gerufen. Zunächst in angemieteten Räumlichkeiten im thüringischen Sonneberg untergebracht, zog PPA 2005 nach Föritz um.

Zöwie beliefert eigenen Angaben zufolge Handelspartner in weltweit mehr als 60 Ländern. Bis zur Auslieferung werden alle Artikel im computergesteuerten Hochregallager zwischengelagert. Auf den rund 25 000 Palettenstellplätzen liegen im Schnitt bis zu 2000 Artikel auf Lager.

In Neustadt und Föritz produzieren 180 Mitarbeiter auf hochmodernen Anlagen jährlich etwa 200 Millionen Meter Geschenkpapier.


Mit mehr als 2000 Artikeln bietet das Familienunternehmen eine breite und bunte Produktpalette. "Wir sind am Markt etabliert", sagte Popp und verwies auf zwei wichtige Faktoren: Design und Qualität. Kernmarkt sei Europa, wenngleich Produkte aus Neustadt und Föritz weltweit Abnehmer finden. Zöwie-Geschenktaschen werden zwar in Neustadt entwickelt und designt, aber überwiegend im Ausland gefertigt, weil die Herstellung "ziemlich aufwendig ist". Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld des Komplettanbieters seien individuelle Designkonzepte, die Zöwie für Kunden erstelle und produziere. Jürgen Popp: "Weil der Wettbewerb hart ist, muss man sich von der Konkurrenz abheben. Das ist uns bisher ganz gut gelungen."

Dass das neue Logistikzentrum noch in diesem Jahr genutzt werden könne, sei auch das Verdienst der Stadtverwaltung. Der Zöwie-Geschäftsführer dankte Oberbürgermeister Frank Rebhan für die "gute, schnelle, vertrauensvolle und unbürokratische Zusammenarbeit". Das Stadtoberhaupt zeigte sich "beeindruckt von der Innovationskraft des Unternehmens am Eingangstor zur Stadt". Die Entwicklung des Unternehmens sei für Geschäftsführung, Mitarbeiter und Stadtverwaltung mehr als erfreulich. Rebhan: "Wenn's den Unternehmen gut geht, geht es auch der Stadt gut."

Seit Jahrzehnten bildet der Geschenkpapier-Spezialist junge Menschen in kaufmännischen und technischen Berufen aus. Aktuell sind es an beiden Standorten 13 Azubis. Da Lehrlinge von heute die Facharbeiter von morgen sind, will das Familienunternehmen die Nachwuchswerbung noch forcieren, weitere Ausbildungsplätze schaffen und Jugendlichen berufliche Perspektiven schaffen. "Wir haben einiges zu bieten", verwies der Geschäftsführer unter anderem auf eine Übernahmequote von 90 Prozent.

Ansprechpartnerin für alle, die Interesse an einer Ausbildung bei Zöwie haben, ist Personalleiterin Kerstin Kessler. Kontakt: Telefon 09568/84927; E-Mail: k.kessler@zoewie.com .


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Coburger Tageblatt, 4./5.Februar 2017

UNTERSIEMAU.INFRANKEN.DE

Seltenes Jubiläum: Siegfried Bauer arbeitet seit 60 Jahren für die Firma Angermüller
von Michael Stelzner


Untersiemau/Rödental - "Die Jugend ist mein großes Hobby. Denn ich arbeite gerne mit jungen Leuten zusammen",
sagt Siegfried Bauer, der mit 60 Jahren Betriebszugehörigkeit bei der Firma Angermüller in Untersiemau ein wohl außergewöhnliches und seltenes Arbeitsjubiläum feiert. Seine große Erfahrung konnte Bauer, der seine Lehre im
Jahre 1959 bei der Firma antrat und 1967 die Meisterprüfung ablegte, an mehr als 100 Lehrlinge und an rund
50 Praktikanten der Fachhochschule, die heute Architekten sind, weitergeben.



Viele langjährige Mitarbeiter kann die Angermüller-Gruppe vorweisen. Viele Arbeitsjubilare wurden
bei einer Betriebsfeier geehrt. [Foto: Michael Stelzner]


Auch im Prüfungsausschuss

Der Jubilar hat viele Baustellen im Coburger Landkreis und weiter darüber hinaus für die Firma Angermüller betreut.
Die Baustelle des Landratsamtsgebäudes und das Gebäude der AOK gehören zu seinen schönsten Baustellen. Denn
da waren die Herausforderungen an den Meister besonders groß. Im Prüfungsausschuss der Handwerkskammer ist
Bauer außerdem noch aktiv tätig.


Als Geschäftsführer Stefan Schultheiß bei der Ehrung im Stöwer-Casino in Rödental den Namen des Jubilars aufrief, gab
es von den Mitarbeitern stehende Ovationen. Zusammen mit der Betriebsratsvorsitzenden Christine Schirrmacher überreichte Stefan Schultheiß die Urkunde der Bayerischen Wirtschaft mit der dazugehörigen Medaille an Siegfried Bauer.

Da die letzte Betriebsfeier mit Ehrungen vor drei Jahren stattgefunden hat, waren 45 Mitarbeiter für langjährige Treue auszuzeichnen. Mit Fachwissen und Engagement hätten Mitarbeiter zu den Erfolgen des Unternehmens beigetragen und
man habe viele große und kleine Projekte mit großen Herausforderungen abwickeln können.

Die Betriebsratsvorsitzende Christine Schirrmacher ging bei ihren Ausführungen auf den Zusammenhalt und die
Gruppenarbeit in der Firma ein. Zusammen mit Stefan Schultheiß ehrte sie 35 langjährige Mitarbeiter, die ihr Arbeitsjubiläum
in den vergangenen drei Jahren hatten und verabschiedete zehn Mitarbeiter, die im selben Zeitraum in den Ruhestand gegangen sind.

Zehntes Betriebsjubiläum konnten feiern: Candy Manikowsky, Thomas Friedrich, Franz Hallermeier, Emil Schüle,
Timo Geiger, Patrick Spitzenpfeil, Klaus-Dieter Malischek, Sven Hofmann, Mike Jacoby, Samuel Zwinkmann,
Rainer Walther, Thomas Treubert, Michael Bechmann, Patrick Puff, Kevin Koch und Eberhardt Matthe. Mit einer Urkunde
für 25 Jahre Betriebstreue wurden Uwe Merkel, Piotr Gan, Ute Reinmüller, Müller Roland, Roger Bialucha, Harald Sammler, Bernd Seifert, Norbert Baumann, Heinze Stephan, Klaus Thomas, Mike Stieler, Holger Krause, Edgar Macholett,
Jens Uwe Hopf, Martin Menzl, Steffen Hopf und Michael Schumann, für eine 40-jährige Betriebszugehörigkeit wurde
Hartmut Bohl geehrt. Siegfried Bauer wurde natürlich auch ausgezeichnet. In den Ruhestand verabschiedet wurden
Viktor Stöhr, Heinz Hübner, Hartmut Köhler, Norbert Kobuch, Thomas Klaus, Gerhard Rädlein, Dieter Schnitzendöbell,
Günther Steinert, Norbert Baumann und Franz Hallermeier.


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Coburger Tageblatt, 9.November 2016

Schwergewichte am Haken

BAUPROJEKT Am Dienstag wurden die beiden Stahlträger für die neue Dreifachturnhalle geliefert. Der Transport der 75 Tonnen schweren Bauteile durch die Stadt war eine Herausforderung.

VON UNSEREM MITARBEITER CHRISTOPH WINTER

Coburg -- Die beiden größten Einzelbauteile der neuen Dreifach-Schulsporthalle auf dem Coburger Ketschenanger sind am Dienstag geliefert und sogleich montiert worden. Die beiden fast 28 Meter langen Dachbinder aus Spannbeton werden die Hauptlast des Daches tragen und überragen die gesamte Breite der Halle. "Das ist ein besonderer Tag bei diesem Bauvorhaben", sagte Thorsten Huld vom Hochbauamt der Stadt.


Fast 28 Meter lang und rund 75 Tonnen schwer ist jeder der beiden Spannbeton-Dachbinder der neuen Dreifach-Sporthalle auf dem Ketschenanger. Am Dienstag hievten zwei Autokrane die größten Einzelbauteile der Sporthalle auf die Pfeiler. Die letzten Meter durch die Karche-Straße rangierten die Fahrer die Schwertransporte rückwärts versiert zur Baustelle der Dreifach-Sporthalle auf dem Anger (Foto unten links). [Fotos: Christoph Winter]


Bereits am Montagabend war das erste der beiden Betonteile vom Fertigteilwerk in Seßlach zur Baustelle an der Karchestraße transportiert worden. Exakt 27,63 Meter lang ist jeder der beiden Dachbinder, die die Form eines umgedrehten U haben. 1,20 Meter breit und zwischen 1,60 und 1,85 Meter hoch sind die Bauteile, wovon jedes 75 Tonnen auf die Waage bringt. Knapp 4,5 Tonnen Stahl sind im Beton verborgen.

Durch die Spannung des Stahls im Beton können die Dachbinder die Weite von fast 28 Metern und damit von allen drei Spielfeldern in der künftigen Sporthalle ohne Stützen überragen.

Tieflader brachten mit Polizeibegleitung die Dachbinder zur Baustelle. Weil die Polizei am Montagabend zunächst Unfälle und einen Geisterfahrer abzuarbeiten hatte, verzögerte sich der abendliche Transport. Dafür aber war das erste Schwergewicht am Dienstag gegen 7.30 Uhr ohne Zeitverzug und flott auf die Stützen des Hallenrohbaues gehoben. Zwei Autokrane nahmen die Dachbinder an die Haken.


Rückwärts durch die Straße

Am Vormittag kam dann der zweite Schwertransport am Ketschenanger an. Die letzten Meter von der Ketschendorfer Straße durch die Karchestraße bis in den Rohbau hinein ging es im Rückwärtsgang.

Bis Weihnachten soll der Rohbau der Sporthalle nach den Worten von Baubürgermeisterin Birgit Weber (CSU) und Thorsten Huld vom Coburger Hochbauamt abgeschlossen sein, um während der Wintermonate mit den Innenausbau voranzutreiben.


Von der Ferne zu sehen

Ab dem Schuljahr 2017/18 sollen dann – wenn alles nach Plan verläuft – die ersten Coburger Schüler in der neuen Dreifach-Turnhalle Sportunterricht haben und Vereine trainieren. Die Halle wird nach ihrer Fertigstellung acht Meter hoch zu sehen sein.

Durch die tiefe Baugrube befindet sich das Erdgeschoss sozusagen im Keller.


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Coburger Tageblatt, 11.Oktober 2016

Bis zum Winter ist die Halle dicht

Schulsport - — Auf der Baustelle der Dreifachturnhalle an der Ecke Karche-/Bamberger Straße entsteht derzeit die Wanne, die das Gebäude gegen das Grundwasser sichern soll. Die ersten Fertigteile werden voraussichtlich in dieser Woche geliefert.

VON UNSEREM REDAKTIONSMITGLIED ULRIKE NAUE


Coburg - Die Dreifachsporthalle an der Karchestraße, am südlichen Ende des Ketschenangers, nimmt langsam sichtbare Formen an. Drei Viertel der 54 mal 47 Meter großen Bodenplatte sind bereits gegossen, nun komme das letzte Viertel an die Reihe, sagt der stellvertretende Leiter des Coburger Hochbauamtes, Thorsten Huld, auf Tageblatt-Nachfrage.

Innerhalb der Stahbetonwände, der so genannten "weißen Wanne", werden die eigentlichen Hallenwände in Fertigbausweise errichtet. [Foto: Jochen Berger]


Die Betonwände, die man unterhalb des Bodenniveaus bereits erkennen kann, sind allerdings noch nicht die Wände der Sporthalle, sondern gehören zur so genannten "weißen Wanne". Diese Konstruktion aus Stahlbeton soll die fertige Halle schützen, denn sie wird später gut einen Meter tief im Grundwasser stehen.

Wände kommen per Tieflader

Die eigentliche Halle wird dann aus Fertigteilen innerhalb dieser "Wanne" hochgezogen. "Es soll noch in dieser Woche losgehen mit den Wänden", sagt Thorsten Huld. Diese werden im Werk der Firma Angermüller in Untersiemau hergestellt und als Fertigteile per Tieflader nach Coburg geliefert. Der große Vorteil der Fertigbauweise sei, dass die Wände vorproduziert würden und dann an Ort und Stelle montiert werden könnten."Deshalb haben wir uns ja für diese Bauweise entschieden - weil`s schneller geht", sagt Huld.

Sobald die Außenwände stehen, kann das Dach aufgesetzt werden. Es bestehe aus Halbfertigteilen, "eine dünne Platte, wo ein Teil der Bewehrung herausschaut", erklärt der stellvertretende Hochbauamtsleiter. Sofern das Wetter mitspielt und Coburg keinen frühen Wintereinbruch beschert, sollte die Halle dann auch bis zum Winter dicht sein. Über die Wintermonate könne dann der Innenausbau der Dreifachsporthalle erfolgen.

Aufzug für Barrierefreiheit

Das Bodenniveau der Baugrube war übrigens nicht überall gleich, an einer Stelle musste tiefer gegraben werden. Die Erklärung liefert Thorsten Huld: Die Dreifachhalle werde mit einem Aufzug ausgestattet und für diesen wiederum brauche es eine gewisse "Unterfahrt", einen Schacht, der unter dem Aufzug noch ein gutes Stück in die Tiefe geht.

Der Eingangsbereich der neuen Halle liegt auf dem Niveau des Ketschenangers, die zwei Stockwerke hohe Halle selbst verschwindet zur Hälfte im Boden. Der Aufzug gewährt Barrierefreiheit in der neuen Sporthalle. So kann sie beispielsweise auch mit einem Rollstuhl problemlos erreicht werden.

Zum Beginn des Schuljahres 2017/18 soll die Halle als Ersatz für die alte Dreifachturnhalle zur Verfügung stehen. Derzeit sieht es auch so aus, als könne dieser Termin gehalten werden. Huld: "Wir liegen im Zeitplan!"

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Coburger Tageblatt, 1.September 2016

Am Anger ist alles im Zeitplan


SCHULSPORT Auf der Baustelle der Dreifachturnhalle an der Ecke Bamberger/Karchestraße laufen die Vorbereitungen für den Guss der Bodenplatte. Vor demWinter soll das Gebäude dicht gemacht werden. Im nächsten Jahr folgt der Innenausbau.
VON UNSEREM REDAKTIONSMITGLIED ULRIKE NAUER


In der Baugrube am südlichen Ende des Ketschenangers laufen die Vorbereitungen für den Guss der 2538 Quadratmeter großen Bodenplatte. - Foto: Jochen Berger


Coburg —- In knapp zweiWochen sind die großen Ferien zu Ende. Damit bleibt der Stadt Coburg noch ein ganzes Schuljahr plus Sommerferien 2017, um die neue Dreifachturnhalle an der Ecke Bamberger/Karchestraße fertigzustellen. Ist das ein ehrgeiziges Ziel? "Ehrgeizig erreichbar", sagt der stellvertretende Leiter des Coburger Hochbauamtes , Thorsten Huld. "Wir sind im Zeitplan." Im Moment laufen die Vorbereitungen für den Guss der Bodenplatte.

2538 Quadratmeter Grundfläche hat dieses Fundament. "Das kann natürlich nicht in einem Stück gegossen werden", erklärt Huld. Seines Wissens wird die 54 mal 47 Meter große Fläche in vier Abschnitten hergestellt. Vor etwa zwei Wochen habe der Rohbauer, die Firma Angermüller aus Untersiemau, mit den Vorbereitungen begonnen. "Aktuell werden Kanäle verlegt", berichtet Huld.Außerdem müsse noch eine sogenannte Sauberkeitsschicht aufgetragenwerden. Diese dünne Betonschicht soll bei Regen dafür sorgen, dass der Untergrund nicht verschlammt und dass Bewehrung und Schalung sauber gehalten werden.

"Im Moment sind wir sozusagen im Keller", sagt der stellvertretende Hochbauamtsleiter. Die fertige Halle werde später einen guten Meter im Grundwasser stehen, deshalb braucht sie als Schutz eine "weiße Wanne" – eine wasserundurchlässige Konstruktion aus Stahlbeton. Innerhalb dieser Wanne werden dann die Wände der Halle hochgezogen.


Wände kommen aus Untersiemau

Die Wändewerden als Fertigteile geliefert. "Sie sind so lang, dass sie auf einen Tieflader passen", sagt Thorsten Huld. Der Rohbauer stellt die Wände in seinem eigenen Teilewerk in Untersiemau her. Sie müssen also keinen weiten Weg zurücklegen. Zu den längsten Teilen dürften die beiden Dachbinder gehören, zwei U-förmige Balken, in die am Ende die Trennung eingehängt werden kann, die aus einer Turnhalle (45 mal 27 Meter) drei kleinere Hallen (15 mal 27 Meter) macht.

"Unser Ziel ist es, die Halle im kommendenWinter dicht zu haben", sagt Huld – also zumWinteranfang Dach drauf! Im kommenden Jahr soll dann der Innenausbau der Halle folgen. Zum Beginn des Schuljahres 2017/18 soll die Halle dann dem Schulsport zur Verfügung stehen. Für Thorsten Huld ein erreichbares Ziel – auch wenn es manchem unbeteiligten Betrachter vielleicht nicht schnell genug geht.


Sehr aufwendiger Prozess

Ehe es richtig losgehen konnte, musste zunächst eine beträchtliche Menge von Altlasten beseitigt werden. Ausgraben und schnell zur Entsorgung abtransportieren, damit sei es heute nicht mehr getan. "Das ist ein sehr aufwendiger Prozess", wie Huld erklärt. Um überhaupt bauen zu können musste zudem erst einmal das Grundwasser abgesenkt werden. Dazu wurden zwölf Tiefbrunnen mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern und einer Bohrtiefe zwischen sechs und acht Metern angelegt. Das alles habe eben seine Zeit gedauert. Wenn aber demnächst die Fertigteile angeliefert werden, "dann geht`s ganz schnell"


Floßanger nun wieder aktuell?

Überlegungen zum Bau einer zweiten Dreifachturnhalle am Vorderen Floßanger sind zur Zeit zwar noch Theorie, die Zeit dränge aber trotzdem, sagt Thorsten Huld. Denn nach dem aktuellen Stand der Dinge braucht die Stadt Coburg am 1. Januar 2021 Ersatz für die ehemalige BGS-Halle auf der Bertelsdorfer Höhe. Diese deckt zur Zeit noch den Bedarf nach einer zusätzlichen Schulsporthalle.

Mit Jahresbeginn 2021 könnte diese Möglichkeit allerdings wegfallen, dann nämlich, wenn sich die HUK-Coburg entschließt, die Halle abzureißen und ihr Brief- und Logistikzentrum zu erweitern. Zwischen der Stadt Coburg und der HUK besteht eine entsprechendeVereinbarung, dass die Stadt die Halle bis 1. Januar 2021 verlassen haben muss.

Der Standort Vorderer Floßanger kam im Zuge des "Neuen Innenstadtkonzeptes" 2006 ins Spiel. Sollte er tatsächlich reaktiviert werden, würde die Sporthalle sicher eine ganze Nummer kleiner ausfallen als in den Entwürfen von 2006. Damals war unter anderem ein Turn- und Akrobatikzentrum vorgesehen.

Einen politischenAuftrag gibt es derzeit (noch) nicht, das Hochbauamt hat aber vorsorglich einen groben Zeitplan aufgestellt. Natürlich sei es auch möglich, dass sich am Vertrag mit derHUKnoch etwas ändere, "aber wenn der Vertrag so bleibt, müssen wir am 1. Januar 2021 eine Halle haben und das braucht Vorlaufzeit", sagt Thorsten Huld.

Die HUK habe derzeit keine Pläne, die Zusammenarbeit mit der Stadt Coburg zu beenden, wird Unternehmenssprecher Thomas von Mallinckrodt in den Medien zitiert. An der vertraglichen Vereinbarung ändert das aber bis auf Weiteres nichts.

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Coburger Tageblatt, 14.November 2015


DAS „GREEN HOSPITAL“ WÄCHST

Lichtenfels - — Der Neubau des Helmut-G.-Walther-Klinikums Lichtenfels liegt voll im Zeitplan, auch durch die termingerechte Erstellung der Rohbauarbeiten durch Angermüller. Das erste Gebäude hat bereits seinen dritten Stock. Im Oktober begannen dort die ersten Decken- und Fassadenarbeiten. Im Januar folgt dann der Innenausbau.


Das Green Hospital in Lichtenfels wächst.


Die Kräne gleiten über den Neubau des Helmut-G.-Walther-Klinikums in Lichtenfels. Die Bauarbeiter wuseln von der einen Seite des Baus auf die andere Seite. Richtig was los. Und das muss auch so sein. Schließlich soll der Neubau laut Michael Jung, Geschäftsführer des Helmut-G.-Walther-Klinikums, bis Ende 2017 komplett fertig sein. „Der Zeitplan wurde bis jetzt eingehalten“, meint die Krankenhausdirektorin Eva Jungkunst. Die Fortschritte sind am Bau deutlich zu erkennen: Das Gebäude Nord, ganz oben am Wald, hat mit seinem dritten Stock die Höhe des fertigen Rohbaus erreicht. Im Oktober sollen laut Jung dann die Decken- und Fassadenarbeiten beginnen. „Der Kubus Nord soll im Dezember dieses Jahres fertig sein, damit im Januar der Innenausbau beginnen kann“, erklärt er.

Am Ende des Jahres 2017 soll das neue Klinikum in Lichtenfels dann endgültig fertig sein. Der Bezug ist jedoch erst für das Frühjahr 2018 eingeplant. „Wir ziehen von einem laufenden Krankenhaus in ein anderes laufendes Krankenhaus. Da muss alles passen“, erklärt der Geschäftsführer die längere Pause. Besonders beim Transport der Intensivstation-Patienten sieht er eine große Herausforderung. Umso wichtiger, dass im neuen Klinikum alles bereits perfekt läuft, wenn die Patienten umziehen.


"Wir ziehen von einem laufenden Krankenhaus ins andere.
Da muss alles passen."
Michael Jung Geschäftsführer


Das Helmut-G.-Walther-Klinikum wird als „Green Hospital“ neu gebaut. Die Initiative wurde vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege ins Leben gerufen. Ziel ist es, die bayerischen Krankenhäuser ökologischer zu gestalten.Insgesamt 25 Krankenhäuser nehmen in Bayern daran teil. Das Klinikum in Lichtenfels sticht als Leuchtturmprojekt hervor. „Wir wollten das Krankenhaus zuerst normal bauen. Doch dann kam die Nachricht, dass wir unser Krankenhaus als Beispiel-Krankenhaus bauen sollen“, erklärt Jung. Markus Söder war damals noch Gesundheitsminister und hat entschieden, die gesamten acht Millionen Euro Fördermittel aus dem Programm „Aufbruch Bayern“ nicht auf mehrere Häuser zu verteilen, sondern alles einem Haus zukommen zu lassen. Von den Erkenntnissen in Sachen Umwelttechnik und Energieeffizienz, die in dem Neubau gewonnen werden, sollen später auch die anderen 400 Krankenhäuser in Bayern profitieren. Die restlichen 900 000 Euro teilt sich das Klinikum mit dem Landkreis Lichtenfels. „Der Landkreis trägt unwahrscheinlich viel dazu bei und unterstützt uns“, sagt Jung. Die 8,9 Millionen Euro entfallen allein auf den ökologischen Ausbau des Krankenhauses. Die Gesamtkosten für den Neubau belaufen sich auf ungefähr 112,7 Millionen Euro. Das größte Ziel der „Green Hospital“- Initiative ist es, den Energie- und Kohlenstoffdioxid-Verbrauch zu vermindern. LED-, Hybrid-, sowie neuentwickelte O-LED-Leuchten sollen den Stromverbrauch im neuen Haus um bis zu 60 Prozent senken. Durch den Hackschnitzelkessel, das Blockheizkraftwerk, die Solar-Energie und die Erdwärme wird der Heizenergiebedarf beim „Green Hospital“ im Vergleich zum Bestandsbau um 56 Prozent gesenkt. „Allein die Fußbodenheizung könnte man über die Erdwärme abdecken“, schätzt Jung.

Das Klinikum könne mit dem Neubau 95 Prozent des gesamten Heizenergiebedarfs mit regenerativen Energien und Kraft-Wärme-Kopplung bereitstellen. Die Bedeutung eines solchen ökologischen Baus für die Umwelt sieht man am besten am jährlichen Kohlenstoffdioxid-Ausstoß: Dieser beläuft sich beim Helmut-G.-Walther-Klinikum um die 2760 Tonnen pro Jahr. Durch die Maßnahmen beim Bau des „Green Hospital“ lässt sich dieser auf 710 Tonnen pro Jahr reduzieren. Doch nicht nur die Umwelt hat etwas davon, sondern auch der Geldbeutel der Klinik. „Wenn das alles so klappt, ist das super. Dann sparen wir ordentlich Kosten“, freut sich Jung. ct

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Coburger Tageblatt, 5.Oktober 2015


KAESER

Ab 2017 soll in der Halle produziert werden


Coburg — Etwas über ein Jahr nach dem Spatenstich ist eine der beiden neuen Produktionshallen von Kaeser Kompressoren ihrer Fertigstellung ein gutes Stück nähergekommen. Jetzt konnte Richtfest gefeiert werden.

Später einmal werden in die-ser Halle Schraubenkompressoren mittlerer Baugröße entstehen. Diese erzeugen Druckluft und finden ihren Einsatz in der industriellen Fertigung vor allem bei kleineren und mittleren Betrieben. Die größeren Kompressoren werden dann in der zweiten Produktionshalle gefertigt, die parallel hochgezogen wird. Die bisherige Fertigungsstätte für diese Baugröße der Schraubenkompressoren ist zu klein geworden, sodass Kaeser Kompressoren im vergangenen Jahr mit dem Neubau zweier Produktionshallen begann.


Richtfest bei Kaeser. Foto: Kaeser


Neben dem gewachsenen Platzbedarf ist der technische Fortschritt in Sachen Fertigungstechnik weiterer Grund für die Investition in die neue Produktionstechnik. „Wenn Sie fertig sind, wird die „Smart Factory“ nach Industrie 4.0-Gesichtspunkten gestaltet sein und dem neusten Stand der Technik entsprechen“, sagte Thomas Kaeser, Vorstandsvorsitzender. Hinter Industrie 4.0 verbirgt sich die immer stärkere Kommunikation und Vernetzung zwischen Mensch und Computertechnik, aus der sich neue Produkte und Dienstleistungen ergeben. „Diese Investition ist ein weiterer Baustein dafür, dass Kaeser Kompressoren auch in Zukunft international wettbewerbsfähig und erfolgreich bleibt“.

Doch nun beginnt zunächst der Innenausbau der Produktionshalle. Wenn alles zügig abläuft, wird Anfang 2017 ein Teil der Fertigung in Betrieb genommen werden können. ct


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Neue Presse, 9.Oktober 2015


Reinhardt GmbH & Co. KG Präzisionsdrehteile

geht voller Optimismus in die Zukunft


Nach dem Großbrand im Jahre2014 wurde die Firma Reinhardt GmbH &Co.KG Präzisionsdrehteile in Kronach /Gundelsdorf wieder komplett neu errichtet. Darüber freut sich die Firmenleitung und dankt am heutigen Freitag allen, die dabei Unterstützung geleistet haben, mit einer Wiedereinweihungsfeier.

Die Produktionsstätte der Reinhardt Präzisionsteile GmbH &Co.KG in Gundelsdorf fiel im August 2014 einem Feuer zum Opfer. Nachdem nun der Wiederaufbau nahezu abgeschlossen ist, findet am heutigen Freitag eine Einweihungsfeier für alle Kunden, Mitarbeiter,Lieferanten sowie den bei dem Großbrand im Einsatz befindlichen Hilfsorganisationen als auch für Vertreter der Politik statt. Die Verantwortlichen des Unternehmens möchten sich damit zugleich für die vielfältige Hilfe bedanken, die ihnen beim Großbrand beziehungsweise beim Neustart zuteilwurde.


Heute nach Neuaufbau Wiedereinweihungsfeier in Gundelsdorf für alle Helfer als Dankeschön


Über ein Jahr ist es mittlerweile her, dass die Produktionsstätte in Flammen stand. Eine schwierige Zeit liegt hinter den Geschäftsführern Oliver Reinhardt und Tobias Reinhardt, ihrer Mutter - und zugleich Assistentin - Heidi Reinhardt sowie Seniorchef Günter Reinhardt, die trotz des schweren Schicksalsschlags einen Neuanfang wagten. Das bereits in dritter Generation geführte Familienunternehmen kann auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurückblicken. Mit unternehmerischem Geschick und unermüdlichem Fleiß bauten der Firmengründer und seine Nachfolger im Laufe der Jahre die ehemals kleine Ein-Mann-Firma zu einem Unternehmen aus, das seit nunmehr über 40 Jahren mit bestem know-how qualitativ hochwertige Drehteile nach Kundenzeichnung fertigt - so beispielsweise für die Automobil- und Elektroindustrie, aber auch für die Medizintechnik, die Möbelindustrieund den Maschinenbau..


Die Geschäftsführung mit Seniorchef Günter Reinhardt (2. von rechts). Foto: Archivbild 2010.


Einweihungsfeier

Eine Betriebsphilosophie des Unternehmens ist seine moderne, zukunftsorientierte Ausrichtung. So investierte man alle zwei bis drei Jahre mit einer neuen Maschine in die technische Ausstattung, um auf dem neuesten Stand zu bleiben und den Qualitätsstandard zu halten. Umso tiefer sitzt bei der Familie der Schock über den Großbrand, bei dem die Produktionshalle und mit ihr viele hochwertige modernste Maschinen komplett zerstört wurden.

„Der Wiederaufbau hat sehr viel Kraft gekostet und er macht auch jetzt noch viel Arbeit“, erklärt Heidi Reinhardt. Leider habe man auch Kunden verloren, die man in der schwierigen Zeit wegen fehlender Maschinen oder mangelnder Kapazität nicht bedienen konnte. Daher ist der Wegzurück auf das Niveau vor dem Brand mit dem Wiedereinzug noch lange nicht abgeschlossen. Mit der Rückkehr der Produktion auf das Firmengelände in Gundelsdorf, mit dessen Wiederaufbau die Reinhardts im März begonnen hatten, ist aber natürlich schon der größte Schritt getan. Dass es überhaupt weiter gehen konnte, habe man verschiedenen Faktoren zu verdanken - insbesondere den vielen Menschen, die sie in dieser so schwierigen Zeit unterstützten.

Diese großartige Unterstützung und Hilfsbereitschaft ermöglichte es auch, dass schon im September 2014 ein Ausweichquartier in Marktrodach gefunden und einige neue Maschinen gekauft werden konnten. Im Ausweichquartier gab es nur elf Maschinen. Mit ihnen konnte, die Produktion wieder aufgenommen und die Kunden bedient werden. Mittels zusätzlicher Schichten konnte man circa 60 Prozent des vorherigen Auftragsvolumens abdecken. Nun sollen im Laufe des Herbstes wieder 24 Maschinen gut ausgelastet sein. Im Zuge des Wiederaufbaus sanierte man auch die Außenanlagen mit. Die Parkplätze wurden gepflastert, das Firmenlogo an der Außenfassade des Büro- und Wohngebäudes neu angebracht. Zudem wurden das Büro und der Aufenthaltsraum renoviert und gestrichen. Rund acht Millionen Euro beträgt das Volumen der Neuinvestitionen.

„Wir haben von allen Seiten Hilfe bekommen - von den Feuerwehren, vom THW sowie von unseren Lieferanten, die uns schnell mit Leihmaschinen versorgten. Auch unseren Nachbarn und Freunden möchten wir danken - ebenso wie unserem Steuerberater,unserer Hausbank, den Bürgermeistern von Kronach und Marktrodach mit ihrer jeweiligen Verwaltung als auch der Allianz-Versicherung für die reibungslose Abwicklung“, erklärt die Familie. Ein großer Dank gilt den Kunden, die ihnen in dieser schweren Zeit die Treue hielten und ihr Vertrauen schenkten - und nicht zuletzt auch den über 20 Mitarbeitern. Diese mussten über Monate hinweg weitere Wege in Kauf sowie vor allem Anfangs unter erschwerten Bedingungen arbeiten.

Dass man nach einer Bauzeit von lediglich fünf Monaten wieder das Fertigungsgebäude in Gundelsdorf beziehen konnte, sei insbesondere der sehr guten Planung ihres fachkompetenten Architekten zu verdanken wie auch den tüchtigen Handwerksfirmen. Ein besonderer Dank geht hier an die Angermüller Bau GmbH aus Untersiemau, die den Großteil der Bauarbeiten ausführte, wie auch dem „Hauselektriker“, der Firma Elektro Schmidt aus Seelach, mit der man schon jahrzehntelang zusammenarbeitet.

Die heutige Einweihungsfeier soll daher zugleich auch ein großes Dankeschön darstellen. Neben einem kleinen offiziellen Teil und einem Imbiss wird es auch Führungen durch die neue Produktionshalle geben. hs


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Baustellenbesichtigung der Klasse 8M

Lichtenfels Am 12. Juni besuchte die Klasse 8M der Mittelschule Untersiemau im Rahmen der Berufsorientierung die Großbaustelle des neuen Klinikums in Lichtenfels. Die informative Exkursion wurde vom Handwerkspaten der Schule, Herrn Bauer von der Firma Angermüller, bestens organisiert. Ausgerüstet mit Sicherheitsschuhen und Helm erhielten die Schüler eine Führung von Bauleiter Klaus Ullrich. Die Jungen und Mädchen zeigten sich begeistert von den Dimensionen des Großprojektes und erhielten einen Einblick in den logistischen Aufwand der Baustelle.



infanken.de, Januar 2015


Regenüberlaufbecken in Pödeldorf im Werden


Region // Bamberg Der Litzendorfer Gemeinderat sah sich das Bauwerk im Gemeindeteil Pödeldorf bei einem Ortstermin an. Im März soll die Maßnahme fertiggestellt sein. von HARALD RIEGER

Bei einem Ortstermin hat sich der Litzendorfer Gemeinderat ein Bild vom Baufortschritt des neuen Regenwasserspeichers. Die Baumaßnahme soll im März nächsten Jahres abgeschlossen sein. Auch der Breitbandausbau geht voran


Das neue Regenüberlaufbecken in Pödeldorf nimmt Gestalt an. Foto: Rieger Press


Die Bauarbeiten zum Regenüberlaufbecken (RÜB) in Pödeldorf sind bereits weit fortgeschritten und der Umfang der Baumaßnahme deutlich sichtbar. Die Spundung ist abgeschlossen und auch der Aushub des Erdreiches für das Becken ist im vollen Gange. Allerdings kann der Bodenaushub nicht zum weiteren Bau verwendet werden. Er ist zwar nicht mit Schadstoffen belastet, eignet sich aber wegen seiner Beschaffenheit nicht zum Ausbau des Beckens. Insgesamt liegt die Baufirma völlig im Zeitplan. Bis März nächsten Jahres soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein.


Foto: Harald Rieger


Das neue Rückspeicherbecken wird ein Volumen von rund 300 Kubikmeter haben und ist damit im Vergleich zum alten Becken um rund 200 Kubikmeter kleiner. Die Baumaßnahme beläuft sich bisher auf etwa 900 000 Euro, von denen bisher bereits 23 500 Euro ausbezahlt wurden. Die Umbauarbeiten im Hebewerk wurden bereits im Vorfeld im Frühjahr dieses Jahres getätigt und im Juni offiziell in Betrieb genommen. Hier belaufen sich die Kosten bisher auf etwa 300 250 Euro. Wobei hier noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen sind und auch noch nicht alle Endrechnungen vorliegen. Es sind noch einige Ergänzungsarbeiten im Umfeld der Pumptechnik und am Gebäude notwendig. Diese werden jedoch in der nächsten Zeit abgeschlossen sein.

Vor Ort wurde noch einmal betont, dass der Bau eines neuen Regenüberlaufbeckens aus wirtschaftlicher Sicht die absolut richtige Entscheidung gewesen sei. Denn das neue Becken wird sicherlich die nächsten 50 Jahre keine Probleme bereiten. Und auch die Maschinentechnik dürfte mindestens eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren haben. Im Vergleich dazu hätte die Gemeinde für die Sanierung des bestehenden und maroden Regenüberlaufbeckens mindestens 430 000 Euro in Hand nehmen müssen.


Foto: Harald Rieger


Ebenso kontinuierlich voran schreitet auch der Breitbandausbau in der Gemeinde Litzendorf. Allerdings wird es nach Auskunft der Gemeinde noch einige Monate dauern, ehe die schnellen Internetleitungen in Betrieb genommen werden können. Im Idealfall - wenn alles gut läuft und keine allzu großen Probleme auftauchen - prognostiziert die Verwaltung eine Fertigstellung im Jahre 2016. "Das ist jedoch ein sportliches Ziel. Wir haben uns aber auf die Fahnen geschrieben, schnellstmöglich die Breitbandversorgung im gesamten Gemeindegebiet auszubauen", betonte Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU).

Uwe Wagner vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Bamberg, gab sich in seinem Sachstandbericht zurückhaltender. Er gab keine Prognose ab, bis wann der Breitbandausbau in Litzendorf umgesetzt sein könnte.



Coburger Tageblatt, Dezember 2014


DIE GRÖSSTE BAHNBAUSTELLE DEUTSCHLANDS


Die um zwei Gleise erweiterte Siebenbogenbrücke in Fürth


NÜRBERG/ERFURT
Das Ziel: 2017: Von Berlin nach München in vier Stunden


Bald können Hochgeschwindigkeitszüge auf der neuen Strecke fahren - mit bis zu 300 km/h. Sie bringen Menschen zwischen Berlin und München in Rekordzeiten von Stadt zu Stadt. Der Zug wird zur echten Alternative zum Auto und Flugzeug.

2017 werden die Arbeiten an der längsten Baustelle Deutschlands, am Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr.8 (VDE 8), in großen Teilen abgeschlossen sein. Die zweigleisige Aus-und Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt-Leipzig/Halle-Berlin geht in Betrieb. Das Zehn Milliarden-Projekt wurde 1991 von der Bundesregierung beschlossen, um die Verkehrsanbindung zwischen Ost und West, zwischen Nord und Süd zu verbessern. Es ist gleichzeitig ein Lückenschluss im deutschen Schnellbahnnetz. Darüber hinaus werden auf der Trasse auch Güterzüge fahren. Die Strecke eröffnet viele Möglichkeiten, hochmoderne Verkehrskonzepte umzusetzen -der Beginn einer neuen Ära des Bahnreisens.

Die Aus-und Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt durch den Thüringer Wald verkürzt die Reisezeit zwischen den großen Städten im Süden und Osten gravierend - um bis zu 1 Stunde 40 Minuten. Die Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle erhöht das Tempo im Ost-West-Verkehr. Zum Beispiel wird die Fahrt zwischen Dresden und Frankfurt bis zu eine halbe Stunde kürzer. Zwischen Leipzig/Halle und Berlin hat sich schon seit 2006 mit der Inbetriebnahme der Ausbaustrecke die Reisezeit halbiert -auf rund eine Stunde.

Innenausbau Tunnel Bleßberg 2012


DIE REGION AN DAS SCHNELLE NETZ ANKNÜPFEN

Die neue Strecke ermöglicht schnelle Fahrzeiten und gute Verbindungen zwischen den Städten. Und viel mehr. Die Knoten Erfurt, Halle und Leipzig werden zu zentralen Übergangspunkten in die Region. Ein Beispiel-Szenario für Erfurt: Die Schnellzüge fahren stündlich in einem Zeitfenster von etwa zehn Minuten ein. Die Reisenden können zwischen den Schnelllinien umsteigen - beispielsweise vom Schnellzug Dresden-Frankfurt in den Zug Berlin-München. Oder sie können in die Region weiterreisen. Denn wenige Minuten nach Ausfahrt der Express-Züge starten die Bahnen in die Umgebung. Die optimalen Umsteigeketten zwischen Schnell-und Regionalverkehr bringen eine neue Qualität des Reisens.

Die Knoten werden runderneuert. Alte Gleisanlagen in Erfurt, Halle und Leipzig, die zum Teil seit Anfang des 20. Jahrhunderts in Betrieb sind, werden komplett auf Vordermann gebracht: Damit die Züge schnell die Bahnhöfe erreichen, die Fahrzeitgewinne von der Strecke mitnehmen und an den Regionalverkehr weitergeben können. In Bahnhöfe, Ballnsteige, Gleise und Technik werden in den drei Knoten insgesamt rund eine Milliarde Euro investiert: für die modernste Ballninfrastruktur, die es je gab, für eine neue Mobilität im Fern-und Regionalverkehr.


EUROPÄISCHE DIMENSION

Die neue Schnellbahntrasse hat auch eine europäische Dimension: Die Strecke zwischen Nürnberg und Berlin ist ein wichtiger Abschnitt im Transeuropäischen Schnellbahnnetz (TEN). Das Projekt 1 führt von Sizilien nach Skandinavien - von Palermo über Berlin nach Stockholm. Mit dem Lückenschluss Nürnberg-Berlin wird es künftig möglich sein, ohne Lokwechsel, Zughalt oder den Wechsel des Zugleitsystems über die Ländergrenzen von Süd- nach Nordeuropa zu reisen.

Durchgehend und sicher, das sind die wichtigsten Prämissen für den europäischen Zugverkehr von morgen. Interoperabilität heißt das Fachwort. Sie fängt bei der Höhe der Bahnsteigkanten an und hört beim Zugleitsystem auf. Auf der Strecke Nürnberg-Berlin sind alle geforderten europäischen Standards verwirklicht worden - bis hin zur behindertengerechten Ausstattung der Bahnsteige. Damit kommt die "Bahn ohne Grenzen" einen wichtigen Schritt voran.




Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt


links: Die von der Fa. Angermüller gebaute Siebenbogenbrücke in Fürth;
Verlegung der festen Fahrbahn zwischen Ilmenau und Erfurt;
rechts: Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt mit Blick auf den Thüringer Wald.



Durch die neue Trasse wird erstmals eine direkte Verbindung zwischen Nürnberg und Erfurt geschaffen - zweigleisig, elektrifziert. Fahrzeit: rund eine Stunde. Die Strecke verläuft überwiegend auf Brücken oder in Tunneln - 63 von 107 Kilometer. 22 Tunnel bauten mit insgesamt 41 Kilometer Länge und 29 Brücken mit zwölf Kilometer Länge lösen sich ab - auf der Strecke durch den Thüringer Wald sowie durch Oberfranken. Die Trasse, durchgehend mit 300km/h befahrbar, steigt aus dem Maintal an und erreicht ihren Scheitelpunkt bei Goldisthal auf 603 Meter Höhe, in der Nähedes Rennsteigs. Dahinter fällt sie in Richtung Ilmtal ab und erreicht im weiteren Verlauf den Knoten Erfurt. Die Neubaustrecke wird im Jahr 2017 in Betrieb gehen.


Fotos: DB

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Coburger Tageblatt, 10.April 2014

Landratsamt wird Großbaustelle

ERWEITERUNG Neben der Straßenmeisterei entsteht für rund vier Millionen Euro ein Erweiterungsbau für das Landratsamt. Dort können sich ab 2015 auch die Bürger aus der Stadt Coburg ihre Kfz-Kennzeichen abholen. Die Firma Angermüller Bau GmbH hat neben dem Landratsamt auch die Rohbauarbeiten für die Straßenmeisterei und die Turnhalle der Co II für den Landkreis ausgeführt. *
VON UNSEREM REDAKTIONSMITGLIED BERTHOLD KÖHLER

Coburg – Der Landkreis hat bei seinem Vorhaben, die gesamte Verwaltung auf der Lauterer Höhe zu konzentrieren, den entscheidenden Schritt in Angriff genommen. Mit dem symbolischen Spatenstich auf dem Gelände zwischen dem Landratsamt und der neuen Straßenmeisterei haben gestern die Arbeiten für den Erweiterungsbau begonnen. Dort sollen nach der Fertigstellung im kommenden Jahr neben Teilen der Bauverwaltung auch das Jobcenter Coburg-Land, das Staatliche Schulamt samt Bildstelle sowie die gemeinsame Kfz-Zulassungsstelle mit Führerscheinstelle von Stadt und Landkreis Coburg zentral untergebracht werden. Nachdem im vergangenen Jahr in den Kreistagsgremien teilweise heftig über die Notwendigkeit des Neubaus diskutiert wurde, musste Landrat Michael Busch (SPD) gleich zu Beginn der Veranstaltung ein grundsätzliches Statement loswerden: "Das wird kein Anbau, der Selbstzweck ist." Schon der Umzug der Straßenmeisterei von Scheuerfeld ans Landratsamt habe jüngst gezeigt, dass es große Vorteile mit sich bringe, die komplette Verwaltung an einer Stelle zusammen zu bringen.

Symbolisch fliegt das Erdreich: Rainer Drechsel, Gerhard Schramm, Thomas Friedrich Christian Wutke, Michael Busch, Armin Stößel, Stefan Schultheiß und Andreas Gehring (von links) haben mit dem symbolischen Spatenstich den Startschuss für den Erweiterungsbau hinter dem Coburger Landratsamt gegeben. Foto: Berthold Köhler

Kosten: Es schaut gut aus

Diese Vorteile lässt sich der Landkreis aber auch einiges kosten: Knapp vier Millionen Euro hat der vom Landkreis beauftragte Architekt, Christian Wutke, für den Bau angesetzt. „Die ersten Ausschreibungen“, versicherte Michael Busch mit Blick zu Wutke, „lassen erkennen, dass wir finanziell im Plan bleiben können.“

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"Mit der neuen Zulassungsstelle bekommen die Coburger
die Chance auf ein NEC-Kennzeichen."


Michael Busch Landrat

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Wobei natürlich immer wieder Unwägbarkeiten auftreten können. Das erste Problem ist auch schon erkannt: Der "schwierige Untergrund", wie ihn Architekt Wutke nennt. Der Boden neben der neuen Straßenmeisterei ist insofern problematisch, weil dort bis zu zweieinhalb Meter hoch der Bodenaushub aus dem Neubau des jetzigen Landratsamtes Ende der 80er Jahre liegt. Dadurch ist der Untergrund nicht stabil genug und muss mit bis zu 4,50 Meter tief in den Boden eingebrachten Kies-Säulen stabilisiert werden. 510 dieser „Rüttelstopf-Säulen“ werden den Landratsamts-Anbau stabilisieren. Aus zeitlicher Sicht ist der Rahmen eng gesteckt, der Architekt aber optimistisch: „Im Sommer 2015 werden wir fertig sein“, versicherte Christian Wutke beim Spatenstich. Alles andere wäre auch schlecht, weil der Landkreis und seine künftigen Mieter im Anbau (wie etwa das Jobcenter Coburg-Land) ihre Mietverträge in ihren momentanen Außenstellen schon gekündigt haben. Sollte alles schief gehen und zum Beispiel ein harter Winter die Bauarbeiten verzögern, ist der Landkreis aber gerüstet: „Wir haben uns ein paar Optionen offen gelassen.“

Jobcenter gut erreichbar

Teil der heftigen Diskussionen im Vorfeld der Beschlüsse zum Bau der Landratsamts-Erweiterung war die Erreichbarkeit des Jobcenters Coburg-Land, das aus der Innenstadt auf die Lauterer Höhe ziehen wird. Thomas Friedrich (gemeinsam mit Gerhard Schramm Geschäftsführer des Jobcenters) zeigte sich gestern optimistisch, dass die neue Lage für seine Kunden nicht zum Problem werden wird: „Wir haben das extra ermittelt: Ein Großteil unserer Besucher kommt mit dem eigenen Pkw.“ Und aus Sicht der Parkplätze, da sei der Bereich rund um das Landratsamt allemal besser als die Innenstadt. Zudem zeige die tägliche Arbeit im Jobcenter immer wieder, dass eine räumliche Nähe zu kommunalen Dienststellen - wie etwa dem Amt für Jugend und Familie - große Vorteile mit sich bringen werde. Insgesamt also - ein lohnenswertes Projekt, versicherte Michael Busch: „Die Investition wird sich schnell amortisieren. Auf lange Sicht sparen wir Geld.“

Das Bauamt ist im Stress

Einen Dank musste Busch dann noch zum Schluss loswerden - an die Mitarbeiter der Bauabteilung des Landratsamtes. Eine Aufzählung des Landrates machte deutlich, dass dieser Fachbereich vermutlich noch nie so viel zu tun hatte wie in diesen Tagen - mit der Mensa für die Neustadter Schulen, der neuen Straßenmeisterei, der Sanierung der Realschule CO II und dem Neubau der Kreisstraße CO 13. Und jetzt auch noch dem Landratsamts-Anbau.


Der Erweiterungsbau am Landratsamt

Führerscheinstelle

Mit der Eröffnung der gemeinsamen Dienststelle werden auch die unterschiedlichen Autonummern für Bürger aus der Stadt und dem Landkreis Geschichte sein. „Dann gibt es einfach nur noch Autonummer“, sagte Landrat Michael Busch

Zahlen

Auf drei Etagen - der Anbau hat keinen Keller - stehen im neuen Anbau 2800 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Die von Architekt Christian Wutke veranschlagten Baukosten liegen bei 3,978 Millionen Euro. Die Bauzeit soll bei etwa 15 Monaten liegen.

* Anmerkung der Fa. Angermüller

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Coburger Tageblatt, 3.April 2014

Rekordbauwerk für die Geiss AG

WIRTSCHAFT Der in Seßlach beheimatete Maschinenbauer hat bei seiner zehn Millionen Euro teuren Halle Richtfest gefeiert. Für Firmenchef Manfred Geiß ist der Neubau auch ein Bekenntnis zum Coburger Land.
VON UNSEREM REDAKTIONSMITGLIED BERTHOLD KÖHLER

Seßlach - Mächtige Erdbewegungen, große Maschinen, jede Menge Bauarbeiter - auf dem Gelände der Geiss AG in Seßlach ist derzeit ganz schön was los. 125 Meter lang, 25 Meter breit, 8 Meter hoch ist die neue Halle, die mit rund zehn Millionen Euro voraussichtlichen Kosten das größte Projekt in der Firmengeschichte ist. Vergangene Woche feierte die Mannschaft um Firmenchef Manfred Geiß das Richtfest, noch im Sommer soll der Umzug in die neue Produktionshalle stattfinden. Eigentlich, erzählt Manfred Geiß, wollte er die Erweiterung der Produktionsfläche in seiner Amtszeit an der Spitze des Unternehmens gar nicht mehr in Angriff nehmen. „Ohne Zweifel wäre die alte Halle noch ein paar Jahre ausreichend gewesen“, erzählt Geiß.


25 Meter breit und acht Meter hoch ist die neue Halle der Firma Geiß. Dort sollen ab dem Sommer Produktionsmaschinen mit modernster Technik in Betrieb gehen. Fotos: Klaus-Peter Welsch

Aber der bevorstehende Generationswechsel - in drei Jahren, mit 70, will sich Manfred Geiß aus der Geschäftsführung zurückziehen - ließ ihn, Ehefrau Klara und Klaus-Peter Welsch dann doch zur Entscheidung kommen: „Die Investition wird vorgezogen. “Ein bisschen dran schuld ist auch die zunehmende Globalisierung. Immer mehr sind jetzt Manfred Geiß und sein Geschäftsführer-Kollege weltweit unterwegs, um Kontakt zur Kundschaft zu halten. „Alleine die Geschäfte führen und den Neubau im Blick zu haben, wäre zu viel“, erklärt Geiß. Wer einmal hinter Manfred Geiß durch die Firma gesaust ist, weiß: Bei diesem Unternehmer geht es zügig zu. Im Falle der neuen Halle lag so zwischen dem Beginn der Planung (im Herbst 2013) und der geplanten Einweihung (im Juli) deshalb gerade mal ein Dreivierteljahr. Wobei dabei natürlich auch der - letztlich „fehlende“ – Winter 2013/2014 den Erweiterungsplänen in die Karten spielte. So musste bei der Firma Geiss und Angermüller Bau aus Untersiemau als lokalem Partnerunternehmen kein einziger Arbeitstag auf der Baustelle ausfallen. Die Angermüller Bau GmbH erstellte die Halle in Rekordbauzeit und konnte so bereits zum 2. Mal für die Fa. Geiß erfolgreich bauen.*

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"Unternehmen in Deutschland

brauchen Qualität und Produktivität,

um erfolgreich zu sein."

Manfred Geiß, Unternehmer

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Die Geiss AG in Seßlach

Produkte Die Firma Geiss Thermoforming fertigt mit rund 140 Mitarbeitern Maschinen zur Herstellung von Kunststoffteilen. Mit diesen werden produziert: Kunststoffbadewannen für die Sanitärbranche; Luftführungen, Verkleidungen und Abdeckung für Transportmittel (Busse, Bahnen, Lastwagen); Kunststoff-Formteile für Auto-Dachboxen und sogar Boots-Rümpf. 80 Prozent der Geiss-Maschinen gehen in den weltweiten Export.

In der neuen Produktionshalle finden unter anderem eine Laserschneidmaschine (bis 25 Millimeter Stahl), neue Drehmaschinen und neue Schweißroboteranlagen mit bis zu 21 Metern Reichweite Platz. Die Maschinen sollen noch im Sommer an die Fachleute bei der Firma Geiss übergeben werden. Technisch gesehen ist der Neubau hoch innovativ. So wird bei der Fußbodenheizung die Energie ausschließlich über Geothermie aus der Erde gewonnen. Für Manfred Geiß ist die Investition auch ein Bekenntnis zum Standort Seßlach und zur Region. Während manche Unternehmerkollegen gerne die große Krise für Deutschland heraufbeschwören, ist Manfred Geiß optimistisch. Freilich: Auch für ihn und sein Maschinenbauunternehmen reicht es nicht mehr aus, sich auf den mitteleuropäischen Markt zu konzentrieren. Aber Deutschland, das weiß Geiß, hat draußen in der Welt immer noch einen exzellenten Ruf: „Wir sind weltweit führend bei Qualität, Zuverlässigkeit und letzten Endes dann auch im Preis. Solange das so bleibt, wird uns nix passieren. “Aber die Geiss AG tut auch etwas für das Coburger Land als Standort. Manfred Geiß zeigt auf seine Mitarbeiter drunten in der schon bestehenden Maschinenhalle und sagt: „Die kommen fast alle aus einem Umkreis von zehn Kilometern. “Das gilt sogar für die Führungskräfte, die oft – Manfred Geiß schätzt, zu 80 Prozent – ihre berufliche Laufbahn im Seßlacher Industriegebiet begonnen haben. „Wer auf dem zweiten Bildungsweg weitermacht, bekommt von uns Unterstützung und eine Jobgarantie“, sagt der Geschäftsführer.


Drei Jahre vor seinem Ausscheiden hat Manfred Geiß
den Bau der neuen Halle auf den Weg gebracht.


Probleme gibt es immer

Im Seßlacher Industriegebiet, nur wenige Meter von der historischen Altstadt entfernt, wirkt das Unternehmen Geiss mit seinen großen Hallen fast ein bisschen wie aus einer anderen Welt. Aber woanders hingehen - das käme für Manfred Geiß niemals in Frage. „Ich bin hier geboren“, sagt der Firmenchef. Und das ist dann nicht bloß ein Satz, sondern auch ein klares Statement für die Stadt. Deshalb schüttelt Manfred Geiß auf die Frage, ob er denn einen Wunsch an die lokale Politik in Stadt und Landkreis habe, nach ganz kurzer Überlegung entschieden den Kopf: „Die Zusammenarbeit ist glänzend. Da habe ich keine Wünsche. “Wobei der Geiss-Geschäftsführer damit nicht von einer vermeintlich heilen Welt hier im Landkreis Coburg reden möchte. „Probleme“, sagt Geiß, „gibt es immer. “Man müsse halt nur miteinander darüber reden. Dann könne man sie auch gemeinsam aus der Welt schaffen.

* Anmerkung der Fa. Angermüller

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Coburger Tageblatt, 13.März 2014

Spatenstich für den Neubau
auf dem Erba-Gelände

Neubau Auf dem Gelände der Erba-Insel entsteht ein neues Mehrfamilienhaus mit 23 Wohnungen. Gestern war der offizielle Baubeginn. Aber aus Protest gegen die Preispolitik der Bamberger Stadtbau GmbH kamen nicht alle geladenen Gäste.
von FEE HOVEHNE KATHARINA HABERSACK


Die Spaten stehen bereit...

Bamberg - Die Sonne schien am gestrigen Vormittag mit aller Kraft auf das Gelände der ehemaligen Erba-Fabrik. Zum Auftakt der Bauarbeiten für ein Gebäude mit 23 Wohneinheiten stand schon alles parat, Spaten und leuchtend gelbe Bauhelme waren einsatzbereit.

Doch trotz der großen Zahl der Akteure blieb einer der Spaten an diesem Morgen ungenutzt. Man wunderte sich nicht lange - er wurde kurzerhand aus dem Erdhaufen entfernt und schon bald war der erste Spatenstich für den Bau eines Mehrfamilienhauses getan.


Auf der Dauerbaustelle Erba-Gelände geht es weiter.

Barrierefreies Effizienzhaus

Nach Planung der Bamberger Stadtbau GmbH sollen alle Wohnungen auf dem 1170 Quadratmeter großen Grundstück ab Oktober 2015 bezugsfertig sein. Auf fünf Stockwerken werden in dem Energie sparenden Effizienzhaus barrierefreie Wohnungen, ausgestattet unter anderem mit Einbauküche und Fußbodenheizung, zur Verfügung stehen. Zum Kaufpreis von 24 000 Euro gibt es zusätzlich für jede Wohneinheit einen Tiefgaragenstellplatz.


...und jetzt wird gearbeitet. Fotos KATHARINA HABERSACK

Dabei soll das Mehrfamilienhaus auf der Erba-Insel vor allem eines sein: familienfreundlich. Schon jetzt sind einige der Wohnungen, die zwischen 73 und 165 Quadratmetern groß sind, verkauft. Mit einem Quadratmeterpreis von aktuell rund 3214 Euro für die günstigste Wohnung stößt das Bauprojekt allerdings auf heftige Kritik - von Seiten der GAL und des Bamberger Bürger Blocks.

Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) aber sieht das Bauprojekt als Teil der positiven Entwicklung der Erba-Insel. Der neu entstehende Stadtteil sei ein wichtiger Mosaikstein, um den wachsenden Bedarf an Wohnraum in Bamberg zu decken. Auch der wirtschaftliche Erfolg der Stadtbau GmbH leiste einen bedeutenden Beitrag, um die Bereitstellung von sozialem Wohnraum weiterhin finanzierbar halten zu können, sagte er.

Nicht alle sind begeistert

Während Starke und die Bauverantwortlichen die Schaufeln zum symbolischen Baubeginn in die Hand nahmen, waren Ulrike Heucken und Ursula Sowa aus der Stadtratsfraktion der Grünen Alternativen Liste nicht zum Spatenstich gekommen. Beide sind Mitglied des Aufsichtsrates der Stadtbau GmbH und hatten dem Bau der Eigentumswohnungen schon bei der Abstimmung im Rat nicht zugestimmt. Sie seien der Auffassung, dass es nicht Aufgabe eines städtischen Unternehmens sei, Luxuswohnungen in dieser Preisklasse zu bauen, betont Ursula Sowa. In den letzten sechs Jahren habe die Stadtbau keine neuen Mietwohnungen geschaffen. Der neue Bau "bindet die Kraft des Personals, so dass die 4000 Wohneinheiten, die eigentlich verwaltet werden müssten, vernachlässigt werden", argumentiert sie weiter.

Auch Norbert Tscherner, Fraktionsvorsitzender des Bamberger Bürger Blocks, war nicht auf dem Baugelände erschienen. Prinzipiell halte er nicht viel von dem "Luxusbau". Seiner Meinung nach solle sich die Stadtbau GmbH wieder ihrer ursprünglichen Aufgabe widmen - dem sozialen Wohnungsbau. Generell solle das Unternehmen nicht gewinnorientiert arbeiten, sagt er. Und wenn Profit gemacht werde, soll das Geld seiner Meinung nach direkt für soziale Zwecke eingesetzt werden.

Bei solch heftigem Gegenwind bleibt also abzuwarten, wie sich die politische Diskussion zum Thema Wohnungsbau in Bamberg weiterentwickelt. In Anbetracht des Wohnraummangels in Bamberg dürfte das neue Mehrfamilienhaus auf der Erba-Insel nicht der letzte Streitfall zu diesem Thema bleiben.



Neue Presse 2013

125 Jahre Angermüller Bau GmbH

RÖDENTAL - 125 Jahre - seit Gründung der Firma 1888 durch Johann Angermüller – das ist eine sehr lange und bewegende Zeit. Weltkriege und Wirtschaftskrisen, Baukrisen und Bankenkrisen hat die Firma überstanden. Die Firma Angermüller hat die stürmische Zeit gut überstanden. Wurde immer größer und stärker. Was nach dem 2. Weltkrieg Herr Edmund Schultheiß „ins Rollen gebracht hat“, haben seine Söhne Christian und Stefan erfolgreich weitergeführt und zu dem gemacht, was die Unternehmensgruppe Angermüller, mit 515 Mitarbeitern, heute ist.

Die Firma Angermüller Bau GmbH zählt zu den ältesten Baufirmen in Deutschland und kann auf eine sehr lange Tradition und Firmengeschichte zurückblicken. Es gibt nicht viele Baufirmen, die von Generation zur Generation weiter erfolgreich geführt werden. Nur 4% der Gesamtbaufirmen werden laut Statistik über 100 Jahre alt. Die meisten scheiden in der 3. Generation aus. Die Firma Angermüller wird jedoch bereits in der 4 Generation von den Brüdern Christian und Stefan Schultheiß erfolgreich weitergeleitet.

Herr Christian Schultheiß hat in seiner Ansprache allen Gästen Rückblick auf die Firmengeschichte gewährt und sprach anschließend den Mitarbeitern seinen großen Dank für die Mitarbeit und Treue aus. Sie haben alle ein Stück der Angermüller - Geschichte mitgeschrieben und zu ihren Erfolg vieles beigetragen. Durch die gute Zusammenarbeit, Zuverlässigkeit und großes Engagement der Mitarbeiter war der Firmenerfolg möglich. Ganz besonders bedankte sich die Geschäftsleitung bei den Jubilaren.


Jubilare mit Frau Schirrmacher (Betriebsratsvorsitzende), Bürgermeister Boßecker und Edmund, Christian und Stefan Schultheiß.

Bei 16 Mitarbeitern (Fr. Arbeiter Tanja, Hr. Bähring Michael, Hr. Hanft Fred, Hr. Klappan Klaus-Dieter, Hr. Paschold Sven, Fr. Stöcklein Petra, Fr. Resch Angelika, Hr. Billinger Roland, Hr. Morgenroth Dirk, Hr. Abt Rainer, Hr. Sack Steffen, Hr. Sommerer Markus, Hr. Kobuch Norbert, Hr. Ullrich Klaus und Fr. Kutzer Regina) bedankte sich die Geschäftsleitung für 10-jährige Loyalität und die geleistete Arbeit.

Für 25 Jahre Treue wurden 8 Mitarbeiter geehrt (Hr. Witteck Dieter, Hr. Hofmann Jürgen, Hr. Gronwald Joachim, Hr. Hering Peter, Hr. Schnitzendöbell Dieter, Hr. Müller Bernd, Hr. Hofmann Walter) und bekamen für ihre Loyalität und geleistete Arbeit das „Bayerische Ehrenzeichen der Arbeit“ in Silber mit Urkunde.

Ein Mitarbeiter, Herr Nielsen Rainer, wurde für 40 Jahre Treue geehrt und bekam für seine Loyalität und geleistete Arbeit das "Bayerische Ehrenzeichen der Arbeit" in Gold mit Urkunde.

Von 2 Mitarbeitern (Hr. Macholett Edgar und Hr. Erdmann Herbert), die bereits im Ruhestand sind, verabschiedete sich die Geschäftsleitung mit großem Dankeschön für die Treue und geleistete Arbeit.

Als Anerkennung erhielten alle Jubilare von der Geschäftsleitung eine Prämie und viele guten Wünsche für die Zukunft.

Bürgermeister der Gemeinde Untersiemau, Herr Michael Boßecker übereichte nach seiner Ansprache den Geschäftsführern Christian und Stefan Schultheiß die Ehrenmedaille der Gemeinde Untersiemau in Silber und Herrn Edmund Schultheiß die in Gold.

Nach dem offiziellen Teil feierte die Belegschaft der Unternehmensgruppe Angermüller mit der Geschäftsleitung und den geladenen Gästen in feierlicher Atmosphäre und bei guter Stimmung noch viele Stunden bei Stöwer in Rödental.



Coburger Tageblatt 2013

Eine Firma baut eine Erfolgsgeschichte

Untersiemau - – Die Firma Angermüller Bau GmbH zählt zu den ältesten Baufirmen in Deutschland. Sie wird heute in bereits vierter Familiengeneration von den Brüdern Christian und Stefan Schultheiß geleitet. Als jetzt das 125-jährige Bestehen gefeiert wurde, galt es natürlich auch Rückschau zu halten auf bewegte und gar stürmische Zeiten, in denen sich die Firma aber stets gut behaupten konnte - und auch immer größer und stärker wurde. Interessant in diesem Zusammenhang: Es gibt nicht viele Baufirmen, die von Generation zu Generation weiter erfolgreich geführt werden. Nur vier Prozent der Gesamtbaufirmen werden laut Statistik über 100 Jahre alt. Die meisten scheitern in der 3.Generation aus.

Was nach dem zweiten Weltkrieg allen voran Edmund Schultheiß ins Rollen gebracht hat, haben seine Söhne Christian und Stefan erfolgreich weitergeführt. Heute zählt die Unternehmensgruppw Angermüller 515 Mitarbeiter.

Christian Schultheiß sprach allen Mitarbeitern Dank für die Mitarbeit und Treue aus. Sie hätten alle "ein Stück der Angermüller-Geschichte mitgeschrieben" und zum Erfolg des Unternehmens beigetragen. Ganz besonders bedankte er sich bei den diesjährigen Jubilaren. Für zehn Jahre wurden geehrt: Tanja Arbeiter, Michael Bähring, Fred Hanft, Klaus-Dieter Klappan, Sven Paschold, Petra Stöcklein, Angelika Resch, Roland Billinger, Dirk Morgenroth, Rainer Abt, Steffen Sack, Markus Sommerer, Norbert Kobuch, Klaus Ullrich und Regina Kutzer.

Für 25 Jahre: Dieter Witteck, Jürgen Hofmann, Joachim Gronwald, Peter Hering, Dieter Schnitzendöbell, Bernd Müller und Walter Hofmann. Rainer Nielsen wurde für 40 Jahre Treue geehrt. Auch zwei Mitarbeitern - Edgar Macholett und Herbert Erdmann -, die bereits im Rihestand sind, wurde noch einmal gedankt.


Zahlreiche Mitarbeiter der Firma Angermüller wurden für ihre langjährige Treue zum Unternehmen geehrt.

Ehernmedaille für die Chefs

Untersiemaus Bürgermeister Michael Boßecker überreichte den Geschäftsführern Christian und Stefan Schultheiß die Ehrenmedaille der Gemeinde Untersiemau in Silber sowie an Edmund Schultheiß die in Gold. ct



Hassfurter Tageblatt, 08.05.2013

HASSFURT

Neues Kapitel für die Haßberg-Kliniken

Spatenstich für Neubau einer Akutgeriatrie am Standort Haßfurt – Einweihung im Mai 2014 geplant

Nach Beginn der Baumeisterarbeiten für den Erweiterungs- und Umbau des Therapiegebäudes am Klinikum Hohe Warte in Bayreuth erfolgte nun der Spatenstich für die Errichtung des Anbaus für die Akutgeriatrie der Haßberg-Kliniken in Haßfurt.

Die Haßberg-Kliniken bauen weiter an ihrer Zukunft und einer möglichst optimalen medizinischen Versorgung der Menschen in der Region. Mit dem Spatenstich für den Neubau einer Akutgeriatrie am Haus Haßfurt wurde diese Woche ein neues Kapitel aufgeschlagen.

„Ich sehe in den Augen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass sie vor Ideen nur so sprühen und ihr Konzept mit Leben füllen wollen“, sagt Rudolf Handwerker. Der Landrat, gleichzeitig oberster Krankenhaus-Chef, steht voll hinter dem, was er und andere Beteiligte mit dem Spatenstich am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken endgültig auf den Weg brachten. „Heute ist ein großer Tag für die Haßberg-Kliniken“, stellte er fest. „Wieder ist der Spaten das Werkzeug, mit dem wir ein Signal für die Zukunftsfähigkeit unserer Krankenhäuser im Landkreis setzen. Heute werden wir die Weichen für eine neue Abteilung der Haßberg-Kliniken stellen, mit der wir die medizinische Versorgung älterer Menschen im Krankenhaus verbessern wollen.“

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Mit dem symbolischen Spatenstich wurde die Bauphase für die neue Akutgeriatrie am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken eingeleitet. Unser Bild zeigt (von links) Thomas Will (Landratsamt), Rainer Kitzinger (Statik), Martin Förster (Landratsamt), Klaus Ullrich (Angermüller Untersiemau – Rohbau), Architektin Birgit Braunschmidt, Architekt Hubert Full, Hedi Kraft, Wolfgang Borst (Aufsichtsräte), Reiner Schuster (3. Bürgermeister der Stadt Haßfurt), Dr. Winfried Schorb (Chefarzt), Landrat Rudolf Handwerker, die Krankenschwestern Marion Burger und Antje Strätz sowie den Vorstand der Haßberg-Kliniken Stephan Kolck. Foto: HT-Erhard

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Das Kommunalunternehmen beginnt mit dem Neubau einer Akutgeriatrie. Im Süden des bestehenden Hauses entsteht auf gut 750 Quadratmetern Raum für die Pflege von dementen Patienten. Sechs barrierefreie Zwei-Bett-Zimmer von 26 Quadratmetern und einer knapp acht Quadratmeter großen Nasszelle werden entstehen. Hinzu kommen zwei Ein-Bett-Zimmer und drei Zweibett-Zimmer im neuen Anbau des Bettenhauses, sodass bis zu 20 Patienten in der neuen Abteilung betreut werden können.

„Wir haben schon vor drei Jahren mit den Planungen und Überlegungen begonnen“, sagt Stephan Kolck. Damals stellten sich der Vorstand und andere Verantwortliche des Kommunalunternehmens die Frage, welche Anforderungen künftig an die Krankenhäuser gestellt werden. Aufgrund der demografischen Entwicklung war klar, dass eine situationsgerechte und moderne Altersmedizin eine immer wichtigere Rolle spielen wird. Die neue Abteilung soll eine weitgehende Selbstständigkeit der Lebensführung der Patienten erhalten beziehungsweise wieder herstellen und damit auch Pflegebedürftigkeit und Heimeinweisung vermeiden. Wobei das Gebäude nur ein Teil eines umfassenden Konzepts ist, das in den Haßberg-Kliniken erstellt wurde.

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"Ich wünsche dem Bau einen raschen Fortschritt,
denn ich möchte das Gebäude noch als Landrat in Betrieb nehmen"

Rudolf Handwerker, Landrat

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"Das Herausragende unserer Ideen ist das Konzept der umfassenden interdisziplinären Zusammenarbeit", sagte Rudolf Handwerker beim Spatenstich. Von den Ärzten der unterschiedlichen Fachrichtungen über das Pflegepersonal, Physio-, Ergotherapie und Logopädie bis hin zur Krankenhausseelsorge – alle brachten ihre Ideen in das neue Konzept ein. "Sie haben enormen Einsatz gezeigt und sich genau überlegt, wie sie für die künftigen Patienten die besten Möglichkeiten bieten können", sagte Stephan Kolck.

Ein wichtiger Aspekt war die bauliche Umsetzung der Ansprüche. "Wir wollten vermeiden, dass wir weglaufgefährdete Patienten einsperren müssen", nannte Rudolf Handwerker einen Aspekt. Durch die Errichtung der Krankenzimmer im Erdgeschoss und eine Umzäunung des Geländes kann genau dies vermieden werden. Die direkte Anbindung an die Chirurgie und die Innere Abteilung gewährleistet kurze Wege für die Ärzte.

"In der neuen Abteilung werden viele Experten zum Wohl der betagten Patienten zusammenarbeiten", führte der Landrat aus. Neben der Inneren Medizin und der Geriatrie wird mit Dr. Ringel auch die Gerontopsychiatrie vertreten sein. In der Pflege habe sich das Krankenhaus für den "Werdenfelser Weg" entschieden, um den Patienten so viele Freiräume wie nur möglich einzuräumen. "Angurten oder Bettgitter, die die Bewegungsfreiheit der Patienten einschränken, soll es nur in Ausnahmefällen geben", sagte Handwerker. Deswegen werden die Patientenzimmer mit Niederflurbetten ausgestattet, die verhindern, dass Patienten aus einer großen Höhe aus dem Bett fallen können. Während der Bauphase wird sich das für die neue Abteilung vorgesehene Personal entsprechend fortbilden.

In einem Jahr soll laut Planungen die Akutgeriatrie bezugsfertig sein. Gut 1,9 Millionen Euro sind für den Neubau veranschlagt. 1,3 Millionen Euro werden vom Freistaat bereitgestellt. "Ich wünsche dem Bau einen raschen Fortschritt, denn ich möchte das Gebäude noch als Landrat in Betrieb nehmen", gibt Handwerker den am Bau beteiligten Firmen mit auf den Weg. Ab 1. Mai 2014 wird nämlich der dann neu gewählte Nachfolger des Landrats sein Amt antreten.

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